| Notizen |
- Joseph verbrachte seine Dienstzeit in der 7.Kompagnie, Garde-Fuß-Artillerie-Bataillon Spandau. Er hat an folgenden Kampfhandlungen teilgenommen:
1915 Stellungskämpfe zwischen Krevo
1916 Lunoyon-Narotich-See-Toverisch
1917 Stellungskämpfe an der oberen Steyr
1918 Kriegsgebiet Osten.
Joseph genoss das Leben, arbeitete aber auch hart. Er hatte sieben Kinder, zwei davon wurden vor der Hochzeit geboren. Er verbrachte seinen Militärdienst in Berlin und gleich nach seiner Entlassung regulierte er seine Situation und heiratete 1902.
Seine Schwiegermutter Elisabeth verkaufte ihr Haus in Soufflenheim und lebte bei ihrer Tochter in Hoenheim. Dadurch hatte Joseph das nötige Kapital, um dem Bäcker Hübcher ein kleines Haus abzukaufen, Nr. 3, rue de Soufflenheim in Hoenheim. später erhöhte er das Dach, um eine zusätzliche Wohnung zu bauen. Er war ein ehrlicher Mensch, denn Ende 1918, am Ende des ersten Weltkrieges, im Rückzug hatte er die Verantwortung für vier prachtvolle Pferde, die Eigentum der deutschen Armee waren. Auf dem Weg nach Hause schlug er ein Angebot eines jüdischen Viehhändlers ab, der die Pferde für einen sehr guten Preis kaufen wollte. Zwanzig Kilometer weiter ließ er sie auf einem Bauernhof stehen. Als er zu Hause ankam, war er voll Flöhe und Läuse. Seine Frau zog ihn aus, wusch ihn von Kopf bis Fuß, erst danach durfte er das Haus betreten. Ungefähr zur gleichen Zeit ging er in das Bierlokal "Zum Schwarzen Rössel", um ein Bier zu trinken. Ein Kunde machte eine Bemerkung über die eventuelle Untreue seiner Frau Josephine. Dies gefiel ihm garnicht. Er nahm einen Stuhl und schlug auf alles, was er sah. Die Kunden flohen durch das Fenster. Er zertrümmerte das ganze Lokal. Die Rechnung kam acht Tage später, er bezahlte.
Aufzeichnungen von André Weschler
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