| Notizen |
- Monika hatte im Alter von drei Jahren ihre Mutter verloren. Die dritte Gattin ihres Vaters, Barbara Keller, hat die Erziehung des Kindes fortgesetzt. In Leimersheim war sie das letzte lebende Kind ihres Vaters, Ergebnis nacheinander folgenden Hochzeiten. Sie hatte einen selbständigen, mutigen und ausgelassenen Charakter. Im Alter von 18 Jahren ist ihr Vater verstorben. Wie es damals in großen Familien üblich war, ist sie ca. im Jahr 1900 in das Kloster geschickt worden. Sie war zuständig für Ordnung und Sauberkeit. Eines Tages hat sie, während sie Fenster putzte, das Lied "höre ich ein Bauernbürschlein pfeifen" gepfiffen. Die Oberschwester hat sie beim Pfeifen ertappt und war so empört, dass sie sie auf der Stelle wegschickte. Monika hatte in Leimersheim nichts mehr zu verlieren, so ist sie nach Amerika ausgewandert und traf dort ihren Stiefbruder Ludwig und ihre Stiefschwester Ludowica, die bereits seit 1869 in den Staaten waren. Sie heiratete und bekam zwei Kinder. Sie war laut Äußerungen von Leuten im Dorf sehr glücklich. Im Jahr 1919 oder 1920 nach dem ersten Weltkrieg ist sie nach Leimersheim zurückgereist um nachzusehen, wie es den Leimersheimer geht.
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