Frankreich versuchte im 18. Jh., Siedler auf die Insel Cayenne an der Nordküste von Südamerika zu bringen. Werber brachten die verlockenden Angebote unters Volk: Haus, Gerätschaften, Unterhalt für mindestens zwei Jahre, Kleidung, Waffen, Fischfanggeräte, freie Reise und Rückkehr nach 5 Jahren wurden zugesagt. Über die dortigen Zustände und das mörderische Klima wurde nicht gesprochen. Es wurde auch unter Strafe gestellt, etwas Nachteiliges über die Kolonie auszusagen.
Die Auswanderer hatten keine Erlaubnis zur Auswanderung. Das Vermögen wurde deshalb eingezogen und verfiel dem Fiskus.
Die Auswanderer hielten die schlimmen Verhältnisse auf dieser Insel nicht lange aus und wollten zurückkehren. Die Kurpfalz verweigerte zunächst die Rückkehr. Später erlaubte man ihnen, sich mit ihrem ehemaligen kurpfälzischen Heimatort wieder einzukaufen. |